Mannheim gegen Sexkauf

Die Initiative Mannheim gegen Sexkauf fordert die Einführung eines Sexkaufverbots nach dem Vorbild des Nordischen Modells sowie eine umfassende Aufklärung über die Schäden der Prostitution & Pornografie.

Mannheim gegen Sexkauf - Mannheimer Wasserturm

Die Inzidenzen sinken, die Bordelle und der Menschenhandel öffnen wieder

Pressemitteilung 3/2021

14. Juni 2021

Inzidenzen sinken – der Menschenhandel in Deutschland öffnet wieder
Wenn die Corona-Maßnahme gelockert werden, wird auch der Menschenhandel wieder aufblühen. Das Bündnis Nordisches Modell warnt hier und jetzt vor einem Anstieg der illegalen Prostitution und fordert dazu auf, endlich die Freier zu sanktionieren, deren Nachfrage erst den Menschenhandel schafft.
Die letzten Monate des Lockdowns haben bewiesen, dass die deutsche Gesellschaft sehr wohl auch ohne Bordelle auskommt. „Es ist ein Irrglaube, dass Bordelle sichere Orte für Prostituierte sind“, sagt Simone Kleinert vom Lenkungskreis des Bündnisses Nordisches Modell. Bei 40.400 angemeldeten Prostituierten und geschätzten 200.000 – 400.000 Menschen in der Prostitution waren schon vor Corona rund 75% aller Prostituierten im Dunkelfeld tätig. Statt Kontrollen ausschließlich in Bordellen und auf dem Straßenstrich durchzuführen, hätte die Polizei ihren Schwerpunkt mehr auf die Modellwohnungen verlegen sollen, also auf die nicht sichtbare Prostitution. Das jedoch nicht, um die Prostituierten und Opfer von Menschenhandel unter Druck zu setzen, sondern um die Freier zu bestrafen!
Unsere Gesetzgebung suggeriert, dass Prostitution auf einer freiwilligen Entscheidung der Frau beruhe. Das ist ideologisch geprägtes Wunschdenken. Denn im Sexgewerbe herrscht der Teufelskreis von Gewalt, Erpressung und Zwang sowie Obdachlosigkeit, Drogensucht, Armut und Versorgungspflicht gegenüber Kindern oder Verwandten in den Herkunftsländern. Nicht die Prostituierten profitieren, sondern die Freier, Zuhälter und Menschenhändler.
Sobald die „sexuellen Dienstleistungen“ wieder erlaubt werden, wird Deutschland aufgrund seiner Gesetzgebung erneut zum Zielland für Menschenhändler und Zuhälter und lässt im großen Schatten der legalistischen Prostitution auch alle Varianten der Organisierten Kriminalität erneut gedeihen.
Das Bündnis Nordisches Modell fordert endlich die Bestrafungen von Freiern, die die Notlagen der Frauen ausnutzen. „Theoretisch wäre das im Fall von Sexkauf bei Zwangsprostituierten bereits heute möglich, denn nach §232 a Abs. 6 StGB machen sich alle strafbar, die die wirtschaftliche Zwangslage eines anderen Menschen ausnutzen, etwa beim Sexkauf bei Zwangsprostituierten“, sagt Simone Kleinert, die Initiatorin des Bündnisses. Dieses Gesetz erweist sich jedoch als gescheitert, da es bisher kaum zu Verurteilungen geführt hat.
Das Bündnis Nordisches Modell fordert jetzt den Staat zum Handeln auf – Schluss mit der politischen Gleichgültigkeit gegenüber der Nachfrage, die den Menschenhandel fördert! Die Freier-Bestrafung bzw. das sog. Sexkaufverbot muss ab sofort verfolgt und geahndet werden!

Der Lenkungskreis des Bündnisses Nordisches Modell (V.i.S.d.P.)
Ansprechpartnerin:
Simone Kleinert (0176 826 14445)
Kontakt:     info@bündnis-nordischesmodell.de
Info:         https://www.bündnis-nordischesmodell.de

Erklärung: Das Bündnis Nordisches Modell ist ein Bündnis von über 40 bundesweit zivilgesellschaftlich engagierten Vereinen, Netzwerken und Initiativen sowie engagierten Einzelpersonen, das sich gemeinsam für die Einführung des sogenannten „Nordischen Modells nach schwedischem Ansatz“ in Deutschland einsetzt.

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